Auf den Spuren der Hobbits

24Juli2018

Der Tag war endlich gekommen!

Wie ihr vielleicht beim letzten Eintrag erraten konntet, ging es von Rotorua weiter ins Land der Hobbits. In das kleine verschlafene Matamata.

Am Morgen des 24. Juli machten wir uns auf zum I-Site in Matamata und selbst dieses Gebäude lässt erahnen, wo man gelandet ist.

Das I-Site

Wir wollten im I-Site eigentlich wissen, wie wir zum höchsten Wasserfall auf der Nordinsel Neuseelands kommen könnten. Doch wie wir dann feststellen mussten, gab es keine öffentlichen Verkehrsmittel zum Wasserfall geschweige denn ein Shuttle. Also mussten wir uns wohl oder üblich die Zeit in dem sehr kleinen Dorf herumbringen. Wir sind ein wenig spazieren gelaufen und haben uns dann im Hostel einen schönen Tag gemacht.

Das Ortsschild in Matamata

Um 16 Uhr ging es dann endlich los! Wir stiegen in den Tourbus am I-Site ein und ließen uns in die hügelige Gegend um Matamata fahren, zur "Shire" dem Ausgangspunkt aller Touren.

Da wir beide riesen Hobbit und Herr der Ringe Fans sind, gönnten wir uns die Premium-Tour. Diese hieß: "Evening-Banquet-Tour".

Wir wurden zum Eingang der Tour gefahren und bekamen schon dort eine Einführung, wie Peter Jackson diesen Ort gefunden hatte. Ursprünglicher weise wollte er ganze 13 Standorte nehmen und Hobbiton zusammenschneiden aus den 13 Standorten. 12 der Standorte wurden schon gewählt, als Peter Jackson diesen Standort sah und entschied sich, alle Hobbiton Szenen dort zu drehen.

Heute ist der Standort immer noch erhalten und kann von Fans besucht werden. Die Hobbithöhlen wurden für den Herr der Ringe aufgebaut und da Peter Jackson sich unbedingt an die Bücher halten wollte, bauten sie über der Höhle von Frodo und Bilbo einen Eichenbaum auf. Ein komplett künstlicher Baum, an den man jedes Blatt einzeln hängen musste.

Nachdem der Dreh abgeschlossen war wurde komplett alles wieder abgerissen und entsorgt. Ein paar Jahre später musste natürlich alles wiederaufgebaut werden, einschließlich des Eichenbaumes :D Es stehen insgesamt 44 Hobbithöhlen in Hobbiton. Und jedes einzelne ist mit so viel Liebe gebaut und dekoriert worden.

 

 

Nach der ersten Tour durch die Häuser ging es ins Green Dragon Inn um ein Bier zu trinken, doch nicht nur das! Das Evening-Banquet ist nämlich ein Essen wie bei den Hobbits. Es hab so gut wie alles und es war einfach nur lecker!

Danach konnten wir nochmal die Atmosphäre von Hobbiton bei Nacht erleben und es war genial! Wir liefen mit Laternen in der Hand und tanzten auf der Festwiese, wo Bilbo seinen Geburtstag feierte.

Ein unvergesslicher Abend ging zu Ende.

Bis dann,

Aniisch

Auf der Suche nach Kiwis

23Juli2018

An diesem Morgen entschieden wir uns, noch etwas in Rotorua zu unternehmen, da unser Bus zum nächsten Ort erst um 16 Uhr ging. Und wir entschieden uns ein wenig der heimischen Tiere Neuseelands zu sehen.

Im Rainbow Springs gab es allerlei Tiere, vor allem aber Vögel, denn dies sind nun mal die einzigen Tiere, die es schon auf Neuseeland gab, bevor die Einwanderer kamen. Aber auch Echsen hatten sie und Fische.

Der Tui Die Kereru Der Kea Der Kaka

Es war auch ein cooles Erlebnis, da die Volieren der Vögel überwiegend begehbar waren. Im Kaka Gehege ist einer der kleinen Kerle zu mir gekommen und hat an meinen Schnürsenkeln herumgenagt. Es war echt süß und dann sind wir weitergelaufen und ein Kea hat sozusagen mit uns geredet :D

Ein weiteres Highlight war das Kiwi Gehege, leider durfte in dem Gebäude weder gefilmt noch fotografiert werden, denn die süßen kleinen Tiere haben sehr empfindliche Augen. Sie sind überwiegend blind und haben ein sehr scharfes Gehör und einen guten Geruchsinn, um ihre Beute in der Erde zu erschnüffeln.

Im Endeffekt kann man dazu sagen, dass es eine sehr schöne Erfahrung war einen Kiwi zu sehen, jedoch war der Eintritt zum Rainbow Springs schon sehr teuer für einen recht übersichtlichen Tierpark.

Nach dem Besuch im Tierpark gingen wir zurück zum Hostel und stiegen kurze Zeit später in den Bus ein, um zum nächsten Ziel zu kommen.

Doch was war unser nächstes Ziel denn überhaupt?

Vielleicht verrät es euch dieses Bild :D

Wo es hinging erfahrt ihr bald,

Aniisch

 

Ein buntes Spektakel und Entspannung Pur

22Juli2018

Hallo liebe Leser,

ich kann euch gar nicht sagen, wie leid es mir tut, dass ihr meine Einträge jetzt erst zu lesen bekommt aber das Leben hat sich nun mal dazwischen gestellt.

Da ich allerdings nicht will, dass dieser Auslandsblog unbeendet bleibt, schreibe ich nun weiter.

 

Der erste Morgen in Rotorua startete recht früh, denn wir hatten für heute eine Tour gebucht. Die Wai-O-Tapu Thermal Wonderland Tour. Über Bookme konnte man eine Touroption buchen, die einen am Hostel abgeholt hat, für uns die beste Lösung, denn dann mussten wir uns nicht um den Weg dorthin kümmern. Da wir allerdings keine Rückmeldung bekommen hatten und pünktlich um 8 Uhr vor unserem Hostel standen und noch niemand da war, zweifelten wir schon daran, dass wir schon wieder etwas Vergleichbares wie in Hokitika erlebten. Zudem regnete es die ganze Zeit und wir hofften nur, dass erstens der Fahrer hoffentlich noch kommt und zweitens es irgendwann mal aufhörte zu regnen.

10 Minuten nach 8 Uhr kam dann endlich der Fahrer und er lachte, da er gleich erraten konnte, dass wir deutsche sind wegen unserer Pünktlichkeit. Nachdem wir zwei weitere Personen aufgegabelt haben, ging die Fahrt in das 30 km entfernte Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Unser Fahrer war ein sehr lustiger Mann, der erst vor kurzem als Fahrer angefangen hatte, er wusste sehr viel über die Gegend und wir lernten einiges über Rotorua und Neuseeland. Nach ca einer halben Stunde kamen wir bei den ersten "Mud-Pools" an, also den Matsch-Pools. Diese befinden sich außerhalb des Parks. Es hat geregnet und wir sahen es uns nur kurz an und machten Bilder und Videos und stiegen schnell wieder ins Auto.

Weiter ging es zum Eingang des Parks, wo unser Fahrer unser Eintritt zahlte und dann hatten wir eine Stunde Zeit den Park anzuschauen. Während wir durch den Park liefen regnete es immer noch und es war nicht wirklich viel los, was wiederum recht gut war.

Devil's Ink Pots Opal Pool

Nachdem die Stunde zu Ende war, sind wir mit dem Minivan ein kleines Stück zurück gefahren um zum Lady Knox Geysir zu gehen. Dieser Geysir wird jeden Tag mit einem Seifengemisch zum Ausbrechen gebracht, denn wenn man es nicht herbeiführt, kann es Tage dauern, bis er ausbricht. Es war ganz nett, dem Schauspiel zuzuschauen, auch wenn es mal wieder regnete.

Danach hatten wir nochmal 1 1/2 Stunden Zeit den Park ein bisschen genauer zu bewundern. Diese verschiedenen Farben werden von verschiedenen Mineralien ausgelöst. Und das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist der größte Geothermale Park Neuseelands. Und ja wie die Bilder es vielleicht verraten, es hat teilweise bestialisch nach faulen Eiern und Kuh-Mist gestunken :D die perfekte Kombination.

Der Champagner Pool The Devil's Bath

Als wir nach Rotorua zurückkamen, waren wir uns nicht ganz sicher, was wir machen wollten. Wir entschieden uns dann spontan in das Polynesian Spa zu gehen. Das Spa liegt am Ufer des Lake Rotorua und besitzt 9 Pools mit unterschiedlichen Temperaturen. Von 50°C bis 30/25°C. Die Haut hat sich danach wunderschön weich angefühlt und wir waren richtig entspannt. Es lohnt sich eindeutig dorthin zu gehen, auch wenn danach die Bikinis nach Schwefel gerochen hatten :D Wir spazierten noch durch den Government Garden zu unserem Hostel zurück.

Bis dahin,

Aniisch

Maori Rock-Carvings und Fahrt nach Rotorua

21Juli2018

Nach einer durchwachsenden Nacht mussten wir am Morgen recht früh raus, denn wir mussten auschecken, bevor wir zu der Cruise los sind. Die Cruise ging zu den Maori Rock-Carvings über den Lake Taupo. Wir hatten eine Kindergarten-Fahrt erwischt, denn gefühlt waren nur kleine Kinder mit ihren Eltern auf dem kleinen Dampfer. Wir waren die einzigen, die ohne Kinder gekommen sind. Es waren um die 10 Kinder und deren Eltern. Die Fahrt zu den Rock-Carvings dauerte 3 Stunden. 1 ½ Stunden hin und das gleiche wieder zurück. Die Maori Rock-Carvings sind sehr beeindruckend, wie sie 10 Meter hochragen. Wenn man sie so sieht denkt man, dass diese Schnitzereien sicher sehr alt sein müssen, doch das stimmt nicht. Im Jahr 1980 wurden sie fertiggestellt. Die Oma des Künstlers wollte, dass sein Enkel ihren Vorfahren Ngatoroirangi in einen Baum schnitzt. Doch der Künstler fand nicht den passenden Baum dafür. Als er an dem Felsen vorbeisegelte wusste er, dass er die perfekte Stelle gefunden hatte. Über vier Sommer lang schnitzte er und vier andere Künstler das Abbild von Ngatoroirangi. Doch um das große Gesicht herum gibt es noch kleinere Skulpturen nebenan, die Wächter symbolisieren. Eine wirklich interessante Geschichte und ein toller kleiner Bootsausflug.

Auf der Rückfahrt wurde den Kindern jedoch etwas langweilig, weshalb sie aufgeregt herumrannen oder gespielt haben. Nach der Fahrt hatten wir noch viel Zeit, bis der Bus nach Rotorua ging, doch da wir kein Auto zu Verfügung hatten gestaltete es sich etwas schwierig, etwas Sinnvolles anzustellen. Wir liefen in der Stadt rum und setzten uns an das Ufer des Lake Taupo. Es war doch recht frisch, deshalb sind wir nach einer Weile wieder ins Hostel, haben unser Gepäck geholt und dann auf den Bus gewartet. Dieser kam leider mit einer kleinen Verspätung. Wir fuhren dieses Mal nur eine knappe Stunde nach Rotorua, als wir aus dem Bus ausgestiegen sind wussten wir, worüber jeder immer redet, wenn er meint es stinkt in Rotorua. Es kam immer wieder eine Wolke, die nach faulen Eiern roch. Wir checkten im Hostel ein und gingen noch schnell einkaufen. Nach dem kochen gingen wir wieder recht früh schlafen, denn am nächsten Morgen erwartete uns wieder etwas Besonderes.

Was erfahrt ihr morgen,

bis dann eure Aniisch

Fahrt nach Taupo und Huka Falls

20Juli2018

Der Bus an diesem Morgen ging um kurz nach 9 Uhr. Da wir schon die 20 Minuten zum Hostel gelaufen sind, entschieden wir uns dieses Mal den City-Bus zu nehmen. Wir kamen sehr früh am Bahnhof an und konnten auch schon bald in den Bus in Richtung Taupo einsteigen. Diese Busfahrt war die längste, die wir auf der Nordinsel zurücklegen werden. Ganze 6 Stunden saßen wir nun in einem Bus, aber das sind wir ja schon gewohnt. Am Nachmittag kamen wir in Taupo an und checkten erstmal in unser Hostel ein. Leider hatten wir bei der Buchung überlesen, dass das Hostel direkt über 2 Bars lag. Schon am Mittag lief Musik, doch alles noch in einem angemessenen Rahmen. Wir liefen in das I-Site und ließen uns beraten, was wir am nächsten Tag alles machen konnten. Wir kochten uns was und gingen dann schlafen, da es Donnerstag war ging die Musik zum Glück um 23 Uhr schon aus. Am Morgen schliefen wir aus und gingen dann los zu den Huka Falls, der Wasserfall in Neuseeland, der am öftesten Fotografiert wird. Es gab die Möglichkeit einen Hop-on Hop-off Bus zu nehmen, doch uns war dies zu teuer. Wir liefen also los und brauchten von Taupo zu den Huka Falls gute 1 ½ Stunden gelaufen, doch es hat sich eindeutig gelohnt. Es ist schon sehr beeindruckend, wie so viel Wasser durch die Schlucht rauscht und dabei eine wunderschöne Farbe hat.

Auf dem Weg zu den Huka Falls Die Huka Falls

Uns war es nicht genug, deshalb beschlossen wir, noch zu dem Huka Honey Hive gelaufen, leider war der Weg nicht ganz so gut ausgebaut, denn es gab einfach keinen Fußgängerweg, weshalb wir an der Straße entlanglaufen mussten. Nicht wirklich der schönste Weg, doch es hat sich auch da gelohnt, denn der Huka Honey Hive hat alles, was der Honigliebhaber liebt. Also ein Laden wo man alles rund um den Honig und Bienenwachs kaufen konnte. Das Beste waren die Verkostungen der verschiedenen Honige und Honigmets. Wir gönnten uns dort auch ein Eis und liefen dann weiter, denn ein Ziel hatten wir an diesem Tag noch, die „Craters of the Moon“ ein Geothermales Gebiet, wo die Krater aussehen, wie auf dem Mond, wie der Name schon vermuten lässt. Wir waren uns nicht so sicher, ob es einen anderen Weg gab, als die Straße entlang zu laufen. Als wir da noch unten an der Straße standen und verunsichert auf die Karte geschaut haben, hat plötzlich ein Auto angehalten. Ein älterer Kiwi (Neuseeländer) hat uns gefragt, ob wir zu den „Craters of the Moon“ wollten, denn es ging die Straße bergauf und da er dort oben arbeitet, hat er uns kurzerhand angeboten uns mitzunehmen. Ein wirklich sehr netter Mann. Wir kamen also bei den „Craters of the Moon“ an und liefen dort rum. Der Eintrittspreis war 8$, was ganz ok war. Das Gebiet sah wirklich aus, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet. Überall dampfte es und wenn man direkt im Nebel stand hat es auch dementsprechend gerochen (nach faulen Eiern (Schwefel)). Es war teilweise echt erstaunlich, dass alles dort natürlich ist und nicht von Menschenhand erschaffen wurde. Das Wasser wird unter der Erde durch die aktiven Vulkane und Geothermalen Kräfte auf 130-140 °C erhitzt und kommt dann als Wasserdampf an die Oberfläche.

Während wir durch die Gegend schlenderten trafen wir unseren netten Fahrer wieder, denn er schaute nach, dass die Wege noch gut waren. Er bot uns an, uns wieder nach Taupo mitzunehmen, wenn er Feierabend macht. Wir nahmen dieses Angebot dankend an, denn von den Kratern nach Taupo ist es ein ganz schönes Stück zu laufen gewesen. Er erzählte uns auf dem Weg ins Dorf alles Mögliche und fuhr uns zum Hostel. Wir sind immer noch erstaunt und verwundert über die Nettigkeit der Kiwis. Der Tag ging zu Ende und wir mussten feststellen, dass die Bars unter dem Hostel dieses Mal nicht um 23 Uhr die Musik ausmachten. Im Gegenteil, ab 21:30 Uhr legte ein DJ richtig los, was in dem Zimmer dazu führte, dass die Wände wackelten und man wirklich nicht schlafen konnte, auch wenn man noch so sehr schlafen wollte. Die kostenlosen Ohrstöpsel die man bekommen hat an der Rezeption brachten auch nicht sehr viel, wenn alles wackelt von dem Bass.  Überraschenderweise sind wir beide dann doch irgendwann eingeschlafen. Doch wenn man ruhige Nächte sucht, sollte man nicht in das Bob’s Hostel in Taupo gehen.

Bis morgen!

Eure Aniisch

Goodbye Südinsel und Kia Ora in Wellington und der Nordinsel

18Juli2018

Der Tag war gekommen, leider viel zu früh. Um 7 klingelte schon der Wecker und es hieß mal wieder alles zusammenpacken und auschecken. Das Hostel bietet zum Glück Shuttle-Busse zum Interisland Ferry an, denn es wäre ein gutes Stück zu laufen gewesen. Der Rucksack wurde aufgegeben und nun warteten wir, die Südinsel zu verlassen. Es war ein etwas trauriger Moment, denn wir wissen nicht, ob wir je wieder zurückkommen würden. Doch wir freuten uns auch endlich auf die Nordinsel zu kommen und dort die schönen Orte zu erkunden. Die Fahrt mit der Fähre dauerte überraschend lange, jedenfalls kam es uns sehr lange vor. Es ging ewig lange durch die Sounds und dann noch übers Meer.

Nach drei Stunden konnte man endlich Wellington erkennen, doch bis wir ankamen dauerte es nochmal eine halbe Stunde. Und dann mussten wir auf die Gepäckausgabe warten. Mit dem kostenlosen Shuttle-Bus ging es vom Interisland Ferry Terminal zum Bahnhof. Google Maps meinte, es dauerte nur 19 Minuten zu laufen um zum Hostel zu gelangen. Allerdings sind 19 Minuten eine echt lange Strecke mit so viel Gepäck. Backpacker sind wir halt immer noch nicht, auch wenn wir es gerne wären. Zum Studieren braucht man aber viel mehr Zeug, welches ich jetzt einfach nur mitschleppe. Wir kamen am Hostel an, dem TrekGlobal Backpackers. Liegt sehr zentral in Wellington und ist echt nett. Wir entschieden uns, das Cable Car zum Botanischen Garten zu nehmen. Eine sehr süße Bahnstrecke und oben angekommen hat man einen recht guten Blick über Wellington.

Der Botanische Garten ist auch ganz nett, doch ich wette, im Sommer ist es einfach viel schöner, wenn die ganzen Blumen blühen und auch der Rosengarten war bis auf vereinzelte Blüten leer. Am Nachmittag sind wir noch gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben in der berühmten Cuba Street (die Fußgängerzone Wellingtons) nach etwas Essbaren gesucht. In der Cuba Street findet man viele nette Läden und das erstaunliche dabei ist, es ist nicht touristisch! Es ist kein Souvenirladen am nächsten, nein es sind wirklich nur stink normale Einkaufsläden, wie man sie teilweise auch in Deutschland findet. Wir entschieden uns für Indisches Essen und gingen dann zurück ins Hostel.

Am nächsten morgen konnten wir mal wieder ausschlafen. Das erste, was wir an diesem Morgen machten war in das Te Papa zu gehen. Das neuseeländische Nationalmuseum. Es ist riesig!! Wir verbrachten gute 3 Stunden darin und hatten noch nicht alles gesehen. Es ist besonders, da es auch interaktiv ist, was bedeutet, man konnte verschiedene Sachen anfassen und auch für Kinder muss es sehr toll sein, denn sie konnten an fast jeder Ecke spielen.

Um die Mittagszeit waren wir dann endlich fertig mit dem Museum und nach dem Lunch sind wir in die Oriental Bay gelaufen um uns dort gemütlich hinzusetzen. Der Tag war sehr schnell vorbei uns am nächsten morgen ging es schon wieder weiter nach Taupo.

Bis dahin!

Aniisch

Der letzte Tag auf der Südinsel Neuseelands

16Juli2018

Diesen morgen konnten wir ausschlafen, denn wir warteten bis 10 Uhr, um von der Reisegesellschaft noch Bescheid zu bekommen, ob eine Wildlife-Tour im Gegenzug zu der Whalewatching Tour stattfinden würde. Doch wir entschieden uns an diesem Morgen gegen diese Tour, da wir so etwas Ähnliches schon in Dunedin gemacht haben. Stattdessen sind wir zum I-Site gelaufen, um uns über Bootsfahrten in die Malborough Sounds zu informieren. Es gab nicht ganz so viel Auswahl, denn es ist natürlich Winterzeit und da sind nun mal die wenigsten Touristen und Backpacker unterwegs. Doch wir fanden eine Cruise, die jeden Tag fuhr, da dieses Boot die Post für die Anwohner der Sounds darstellte, und auch Verpflegung zu Hotels dort lieferte. Der einzige Nachteil der Tour war, dass es normalerweise keine Wildlife-Tour ist, das heißt, man muss Glück haben um Delfine oder andere Meeresbewohner der Sounds zu sehen. Wir liefen noch ein wenig durch Picton, bis unsere Tour ging. Ein echt kleines Örtchen mit ein paar Souvenir-Läden und anderen Geschäften. Es ist immerhin die Anlegestelle der Fähren nach Wellington, was bedeutet, dass die meisten Backpacker und Touristen dort nur auf der Durchreise auf die Nordinsel sind oder Picton der Ausgangspunkt zur Südinsel ist. Das Boot stellte sich als ein mini Katamaran heraus, auf dem gerademal maximal 20 Leute draufgepasst haben. Mit uns waren nur ein paar Rentner, die auf die Halbinsel mitgenommen wurden, da man die Sanctuary nur über den Meeresweg erreichen konnte. Das DOC hat die Insel mit einem Zaun abgegrenzt, um Raubtiere wie Opossums oder Ratten von der Insel fernzuhalten. Nachdem die Senioren abgeliefert wurden (nach nur 5 Minuten) waren wir nur noch zu fünft auf dem Boot mit dem Skipper, der auch schon 20 Jahre alt war :D

Die andere zwei Passagiere waren Anwohner der Sounds. Wir fuhren gemütlich die einzelnen Buchten an, der Skipper verteilte die Post und erklärte uns nebenher ein bisschen die Gegend. Die Fahrt dauerte 3 Stunden und die Fahrt war recht unspektakulär. Es war zwar schön, aber dann doch nur eine Bootsfahrt. Dann geschah jedoch noch das Highlight von der Cruise, wir trafen auf eine Bottle-Nose Delfinherde. Diese Delfine sind die größten, die man in den Sounds zu Gesicht bekommt und zu unserem Vorteil auch die Verspielteste. Die Herde spielte und folgte unserem Boot gute 5 Minuten und gingen dann wieder ihrer Wege. Das war so ein tolles Erlebnis, da die Delfine so nahegekommen sind, dass man sie fast berühren konnte. Leider war der Moment viel zu schnell wieder vorbei uns wir sind wieder in Richtung Picton davongefahren. Da wir dann die Meeresbewohner gesehen hatten, hatte sich die Tour auf jeden Fall gelohnt.

Malborough Sounds Picton

Nachdem unsere Tour zu Ende war, stellten wir leider Fest, dass es dann doch nicht so viel in Picton zu tun gab, denn alles machte im neuseeländischen Style schon um 17 Uhr zu. Also machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel, um uns für die Module im neuen Semester anzumelden und ein wenig zu entspannen. Wir aßen an diesem Abend lecker Fish & Chips und ließen uns ein Bier schmecken. Der Tag ging sehr schnell vorbei und so verbrachten wir unseren letzten Abend auf der Südinsel im Hostel und gingen früh schlafen.

Wie es weiter geht erfahrt ihr bald hier :D

Aniisch

Goodbye Nelson, Hello Picton

15Juli2018

Am Sonntag standen wir wieder rechtzeitig auf, um noch einen Waffelteig zu bekommen. Während Rahel in den Gottesdienst ging, schrieb ich an meinem Blog in der Hostellobby. Nachdem sie zurückkam, entschieden wir uns noch ein wenig in Nelson umherzulaufen, bis unser Bus um 14 Uhr ging. Wie wir jedoch feststellen mussten, gab es in Nelson nicht ganz so viel zum Anschauen. Es gab überwiegend Cafés, Restaurants, Takeaways und Outdoor-Bekleidung. Und eine Bar an der anderen, aber Sonntagmorgens ist dies auch nicht das richtige Ziel :D

Da Sonntag war, hatten die wenigen normalen Läden schon gar nicht erst offen. Wir aßen Mittag in einem netten Café und gingen zurück zum Hostel um unser Gepäck zu holen und dann war unsere Zeit in Nelson auch schon zu Ende.  Eine recht schöne Stadt, aber hauptsächlich der Ausgangspunkt für den Abel Tasman National Park und alle Aktivitäten darin. Die Fahrt nach Picton dauerte ausnahmsweise mal nur 2 Stunden und wir hatten so einen lieben Busfahrer, der mir mindestens dreimal sagte, dass er meine Haare mag :D („I love your hair!!“) Dieser ließ uns quasi direkt vor dem Hostel raus, damit wir nur ein paar Meter laufen mussten.

Beim Einchecken wurde uns dann noch gesagt, dass wir auf Grund der großen Nachfrage ein „Upgrade“ bekommen haben. Von einem 6 Bett-Gemeinschaftsraum zu einem 4 Bett-Gemeinschaftsraum mit angrenzendem Badezimmer. Diese Nacht waren wir dann nur zu dritt und das war echt cool. Das einzig schlechte an diesem Hostel waren die Betten. So durchgelegene Matratzen hatte ich noch nie gesehen. Es waren bis jetzt die schlimmsten in ganz Neuseeland, mit Ausnahme vielleicht von Boreland. Die Küche war leider auch nicht die sauberste, aber das ging schon. Um 19 Uhr gab es kostenlos Suppe und um 20 Uhr Schokoladenpudding mit Schokoladeneis. Eine etwas merkwürdige Kombination, die mir persönlich auch zu süß war, aber es war ja kostenlos :D

Leider wurde uns auch an diesem Abend mitgeteilt, dass unsere im Voraus gebuchte Whale-Watching Tour nicht stattfinden wird, die wir für den nächsten Tag gebucht hatten, da zu wenig Teilnehmer sich angemeldet hatten. Wir überlegten uns an diesem Abend also, was wir noch anderes machen wollten.

Bis morgen,

Aniisch

Drei Tage im nirgendwo, oder auch: drei Tage im Paradies - Teil 2 Zurück in der Zivilisation

14Juli2018

Hallo,

Die letzte Strecke war die längste, mit 12,5 km von der Anchorage Bay nach Marahau. Doch wie wir bald feststellten, ging es nur einmal sehr steil den Berg nach oben und von da an liefen wir auf der Ebene weiter. Es war schon fast ein bisschen langweilig im Vergleich zu den anderen beiden Wanderungen, denn man bekam nicht viele Ausblicke und man kam auch nicht direkt an einer Bucht vorbei. Das Wetter wollte an diesem Tag nicht ganz so mitspielen, es war bewölkt und zwischendurch tröpfelte es sogar.

 

Wir machten an der Apple Tree Bay Mittag und aßen unsere verbleibenden Rationen.

Apple Tree Bay

Wir freuten uns schon auf einen Kaffee in dem Park Café am Ende des Tracks. Doch also wir erschöpft ankamen, stellten wir fest, dass dieses Café über die Wintermonate geschlossen hat und erst wieder im September aufmachen wird. Das war sehr ärgerlich, denn nun mussten wir gute zwei Stunden noch auf den Bus warten und es gab nichts zu tun, als rumzusitzen. Irgendwie verging die Zeit und wir wurden dann vom Bus abgeholt und sind wieder zurück nach Nelson gefahren. Wir haben wieder im Bridge Backpackers eingecheckt und festgestellt, dass unsere Zimmermitbewohner um 18 Uhr noch verkatert in ihren Betten lagen. Wir nahmen eine erholsame Dusche (entweder war das Wasser brühend heiß oder dann ganz kalt) und sind dann sofort los zum Burger essen. Das Burger Culture in Nelson ist absolut empfehlenswert. Dort gibt es ganz kreative Burgerbrötchen. Meins war zum Beispiel schwarz. Es tat so unglaublich gut, wieder etwas Warmes und so gutes zu essen. Wir packten an diesem Abend noch unsere Sachen wieder um und schliefen recht schnell auf den echt bequemen Betten ein.

Ein absolutes Abenteuer ging zu Ende. Der Abel Tasman National Park ist wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert! Im Sommer bieten auch viele Anbieter einen Kanu-Ausflug an und man kann sicherlich in den wunderschönen und einsamen Buchten baden. Doch im Winter zeichnet sich der Track mit seiner sehr geringen Besucherzahl aus und die Preise der Huts ist auch günstiger. Was uns auch aufgefallen ist, ist dass die Zeitangaben von den DOC-Schildern nicht unbedingt immer stimmen. Manchmal passt es perfekt und manchmal passt es überhaupt nicht. Man kann sich jedoch grob daran orientieren :D

Bis dann

Aniisch

Drei Tage im nirgendwo, oder auch: drei Tage im Paradies - Teil 1

13Juli2018

Hallöchen liebe Leser,

wir sind nun zurück in der Zivilisation, zurück in der Stadt. Am Donnerstagmorgen ist unser Abenteuer gestartet. Mit dem Minivan ging es erst einmal knapp 2 Stunden von Nelson nach Kaiteriteri. Von dort aus nahmen wir uns ein Wassertaxi nach Awaroa, der dritten Etappe des eigentlich fünftägigen Great Walks an der Küste des Abel Tasman National Parks. Wir hatten Glück mit dem Wetter auf der Bootsfahrt und auch zu Beginn der Strecke.

Split Apple Rock Awaroa

Wir kamen um 11 Uhr an der Awaroa Bay an und hatten nun eine 8,5 km lange Wanderung vor uns, um zur ersten DOC (Department of Concervation) Hütte in der Bark Bay, zu kommen. Gleich zu Beginn ging es steil bergauf und auch den Rest des Weges ging bergauf und dann bergab, nur um nach ein paar Metern wieder bergauf zu laufen. Doch der Weg hat sich absolut gelohnt, da man einen umwerfenden Blick bekam, wenn man nach oben gelaufen ist und eine einsame Bucht, wenn es bergab ging. Wir hielten immer wieder an, um die Blicke zu genießen und Bilder zu machen.

Knapp 3 ½ Stunden, nachdem wir aufgebrochen waren kamen wir am Ziel an, der Bark Bay Hut. Leider hatte es am Ende die letzten paar Minuten ein wenig geregnet.

Hängebrücke an der Bark Bay Wasserfall an der Bark Bay

Die Hütte war wirklich sehr schön und es hab sogar ein WC mit Spülung und fließendes Trinkwasser. Die Hütte bestand aus zwei Schlafräumen und einem Aufenthaltsraum mit angrenzender Küche. Wir stellten überrascht fest, dass wir nicht die einzigen waren, die den Track im Winter machten. Mit uns waren wir 16 Leute. Mit dieser Anzahl an Leuten war es gemütlich in der Hütte, doch diese ist für 34 Personen ausgelegt und da kann ich mir vorstellen, dass es dann nicht mehr ganz so gemütlich ist. Den Abend verbrachten wir in der Hütte, da es immer wieder regnete und es auch recht frisch war. Da es nicht viel zu tun gab und wir fertig vom Laufen waren, ging es schon um kurz nach neun schlafen. Die Nacht war überraschenderweise nicht zu kalt, was vermutlich an dem tollen Daunenschlafsack lag, den ich ausgeliehen hab.

Nach ca 10 Stunden Schlaf, gab es Frühstück und dann ging es auch schon los zur nächsten Etappe, die Anchorage Hut. Dieser Weg dauerte bei Ebbe 3 Stunden und bei Flut 4 Stunden oder auch 8,4 km oder 11,6 km. Die Stecke war nicht ganz so anstrengend und das Wetter war einfach nur genial. Strahlendblauer Himmel und warme Temperaturen, solange man sich in der Sonne aufhielt. Im Schatten merkte man, dass es doch Winter ist. Es wurden natürlich auch hier wieder sehr viele Bilder gemacht.

Bark Bay Ein Weka

Nach 2 ½ Stunden kamen wir schon zur Bucht, wo man sich zwischen Ebbe (Low-tide walk) und Flut (high-tide walk) entscheiden musste. Da es unsere einzige Möglichkeit war, direkt am Strand entlangzulaufen, wo ein paar Stunden vorher noch alles Wasser war, entschieden wir uns, am Strand noch eine Stunde zu warten, bis sich das Wasser weit genug zurückgezogen hatte. Wir sammelten fleißig Muscheln ein, während wir beobachteten, wie sich das Wasser recht schnell zurückzog. Als uns zu kalt im Schatten wurde, entschieden wir uns einfach mal loszulaufen. Doch schnell stellten wir fest, dass es einige kleine Bäche durch den Strand gab, die auch nicht durch die Ebbe verschwinden. Also gab es nur eine Möglichkeit: mitten durch den Bach. Meine Wanderschuhe, die schon viel mitmachen mussten, ließen das Wasser leider durchgehen, sodass ich mit nassen Füßen den restlichen Weg gelaufen bin. Diese Stelle ist bestimmt im Sommer ganz angenehm, doch im Winter ist das Wasser wirklich sehr kalt. Es hatte sich jedoch gelohnt, es war ein sehr cooles Gefühl über einen Strand zu laufen und zu wissen, dass in ein paar Stunden wieder alles unter Wasser stehen würde. Die Anchorage Bay war über den Low-tide walk wirklich nicht weit. Wir kamen an dem Strand an und liefen barfuß voll zur Hütte. Dort angekommen, konnte ich meine nassen Socken in der Sonne trocknen. Wir wollten an diesem Tag noch zum Pitt’s Head laufen, ein Aussichtspunk an der Anchorage Bay. Da wir „nur“ 8 km gelaufen waren, sind wir noch den Loop gelaufen, was ca. eine Stunde gebraucht hat. Danach hat man seine Füße dann doch schon gespürt. Die Anchorage Hut war auch sehr schön und die Ausstattung war echt cool, man konnte sogar sein Handy laden :D Hier waren die Bunk-Beds (Hochbetten) aufgeteilt in kleine Einzelräume mit jeweils 8 Schlafplätzen. Auch diese Hütte war nicht ausgebucht, deshalb waren wir zu viert in einem Zimmer. Geschlafen haben wir an dem Abend auch schon recht früh und am nächsten Morgen stand die letzte Etappe auf dem Plan, von der Anchorage Bay nach Marahau.

Bis dann

Eure Aniisch

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.