Maori Rock-Carvings und Fahrt nach Rotorua

21Juli2018

Nach einer durchwachsenden Nacht mussten wir am Morgen recht früh raus, denn wir mussten auschecken, bevor wir zu der Cruise los sind. Die Cruise ging zu den Maori Rock-Carvings über den Lake Taupo. Wir hatten eine Kindergarten-Fahrt erwischt, denn gefühlt waren nur kleine Kinder mit ihren Eltern auf dem kleinen Dampfer. Wir waren die einzigen, die ohne Kinder gekommen sind. Es waren um die 10 Kinder und deren Eltern. Die Fahrt zu den Rock-Carvings dauerte 3 Stunden. 1 ½ Stunden hin und das gleiche wieder zurück. Die Maori Rock-Carvings sind sehr beeindruckend, wie sie 10 Meter hochragen. Wenn man sie so sieht denkt man, dass diese Schnitzereien sicher sehr alt sein müssen, doch das stimmt nicht. Im Jahr 1980 wurden sie fertiggestellt. Die Oma des Künstlers wollte, dass sein Enkel ihren Vorfahren Ngatoroirangi in einen Baum schnitzt. Doch der Künstler fand nicht den passenden Baum dafür. Als er an dem Felsen vorbeisegelte wusste er, dass er die perfekte Stelle gefunden hatte. Über vier Sommer lang schnitzte er und vier andere Künstler das Abbild von Ngatoroirangi. Doch um das große Gesicht herum gibt es noch kleinere Skulpturen nebenan, die Wächter symbolisieren. Eine wirklich interessante Geschichte und ein toller kleiner Bootsausflug.

Auf der Rückfahrt wurde den Kindern jedoch etwas langweilig, weshalb sie aufgeregt herumrannen oder gespielt haben. Nach der Fahrt hatten wir noch viel Zeit, bis der Bus nach Rotorua ging, doch da wir kein Auto zu Verfügung hatten gestaltete es sich etwas schwierig, etwas Sinnvolles anzustellen. Wir liefen in der Stadt rum und setzten uns an das Ufer des Lake Taupo. Es war doch recht frisch, deshalb sind wir nach einer Weile wieder ins Hostel, haben unser Gepäck geholt und dann auf den Bus gewartet. Dieser kam leider mit einer kleinen Verspätung. Wir fuhren dieses Mal nur eine knappe Stunde nach Rotorua, als wir aus dem Bus ausgestiegen sind wussten wir, worüber jeder immer redet, wenn er meint es stinkt in Rotorua. Es kam immer wieder eine Wolke, die nach faulen Eiern roch. Wir checkten im Hostel ein und gingen noch schnell einkaufen. Nach dem kochen gingen wir wieder recht früh schlafen, denn am nächsten Morgen erwartete uns wieder etwas Besonderes.

Was erfahrt ihr morgen,

bis dann eure Aniisch

Fahrt nach Taupo und Huka Falls

20Juli2018

Der Bus an diesem Morgen ging um kurz nach 9 Uhr. Da wir schon die 20 Minuten zum Hostel gelaufen sind, entschieden wir uns dieses Mal den City-Bus zu nehmen. Wir kamen sehr früh am Bahnhof an und konnten auch schon bald in den Bus in Richtung Taupo einsteigen. Diese Busfahrt war die längste, die wir auf der Nordinsel zurücklegen werden. Ganze 6 Stunden saßen wir nun in einem Bus, aber das sind wir ja schon gewohnt. Am Nachmittag kamen wir in Taupo an und checkten erstmal in unser Hostel ein. Leider hatten wir bei der Buchung überlesen, dass das Hostel direkt über 2 Bars lag. Schon am Mittag lief Musik, doch alles noch in einem angemessenen Rahmen. Wir liefen in das I-Site und ließen uns beraten, was wir am nächsten Tag alles machen konnten. Wir kochten uns was und gingen dann schlafen, da es Donnerstag war ging die Musik zum Glück um 23 Uhr schon aus. Am Morgen schliefen wir aus und gingen dann los zu den Huka Falls, der Wasserfall in Neuseeland, der am öftesten Fotografiert wird. Es gab die Möglichkeit einen Hop-on Hop-off Bus zu nehmen, doch uns war dies zu teuer. Wir liefen also los und brauchten von Taupo zu den Huka Falls gute 1 ½ Stunden gelaufen, doch es hat sich eindeutig gelohnt. Es ist schon sehr beeindruckend, wie so viel Wasser durch die Schlucht rauscht und dabei eine wunderschöne Farbe hat.

Auf dem Weg zu den Huka Falls Die Huka Falls

Uns war es nicht genug, deshalb beschlossen wir, noch zu dem Huka Honey Hive gelaufen, leider war der Weg nicht ganz so gut ausgebaut, denn es gab einfach keinen Fußgängerweg, weshalb wir an der Straße entlanglaufen mussten. Nicht wirklich der schönste Weg, doch es hat sich auch da gelohnt, denn der Huka Honey Hive hat alles, was der Honigliebhaber liebt. Also ein Laden wo man alles rund um den Honig und Bienenwachs kaufen konnte. Das Beste waren die Verkostungen der verschiedenen Honige und Honigmets. Wir gönnten uns dort auch ein Eis und liefen dann weiter, denn ein Ziel hatten wir an diesem Tag noch, die „Craters of the Moon“ ein Geothermales Gebiet, wo die Krater aussehen, wie auf dem Mond, wie der Name schon vermuten lässt. Wir waren uns nicht so sicher, ob es einen anderen Weg gab, als die Straße entlang zu laufen. Als wir da noch unten an der Straße standen und verunsichert auf die Karte geschaut haben, hat plötzlich ein Auto angehalten. Ein älterer Kiwi (Neuseeländer) hat uns gefragt, ob wir zu den „Craters of the Moon“ wollten, denn es ging die Straße bergauf und da er dort oben arbeitet, hat er uns kurzerhand angeboten uns mitzunehmen. Ein wirklich sehr netter Mann. Wir kamen also bei den „Craters of the Moon“ an und liefen dort rum. Der Eintrittspreis war 8$, was ganz ok war. Das Gebiet sah wirklich aus, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet. Überall dampfte es und wenn man direkt im Nebel stand hat es auch dementsprechend gerochen (nach faulen Eiern (Schwefel)). Es war teilweise echt erstaunlich, dass alles dort natürlich ist und nicht von Menschenhand erschaffen wurde. Das Wasser wird unter der Erde durch die aktiven Vulkane und Geothermalen Kräfte auf 130-140 °C erhitzt und kommt dann als Wasserdampf an die Oberfläche.

Während wir durch die Gegend schlenderten trafen wir unseren netten Fahrer wieder, denn er schaute nach, dass die Wege noch gut waren. Er bot uns an, uns wieder nach Taupo mitzunehmen, wenn er Feierabend macht. Wir nahmen dieses Angebot dankend an, denn von den Kratern nach Taupo ist es ein ganz schönes Stück zu laufen gewesen. Er erzählte uns auf dem Weg ins Dorf alles Mögliche und fuhr uns zum Hostel. Wir sind immer noch erstaunt und verwundert über die Nettigkeit der Kiwis. Der Tag ging zu Ende und wir mussten feststellen, dass die Bars unter dem Hostel dieses Mal nicht um 23 Uhr die Musik ausmachten. Im Gegenteil, ab 21:30 Uhr legte ein DJ richtig los, was in dem Zimmer dazu führte, dass die Wände wackelten und man wirklich nicht schlafen konnte, auch wenn man noch so sehr schlafen wollte. Die kostenlosen Ohrstöpsel die man bekommen hat an der Rezeption brachten auch nicht sehr viel, wenn alles wackelt von dem Bass.  Überraschenderweise sind wir beide dann doch irgendwann eingeschlafen. Doch wenn man ruhige Nächte sucht, sollte man nicht in das Bob’s Hostel in Taupo gehen.

Bis morgen!

Eure Aniisch

Goodbye Südinsel und Kia Ora in Wellington und der Nordinsel

18Juli2018

Der Tag war gekommen, leider viel zu früh. Um 7 klingelte schon der Wecker und es hieß mal wieder alles zusammenpacken und auschecken. Das Hostel bietet zum Glück Shuttle-Busse zum Interisland Ferry an, denn es wäre ein gutes Stück zu laufen gewesen. Der Rucksack wurde aufgegeben und nun warteten wir, die Südinsel zu verlassen. Es war ein etwas trauriger Moment, denn wir wissen nicht, ob wir je wieder zurückkommen würden. Doch wir freuten uns auch endlich auf die Nordinsel zu kommen und dort die schönen Orte zu erkunden. Die Fahrt mit der Fähre dauerte überraschend lange, jedenfalls kam es uns sehr lange vor. Es ging ewig lange durch die Sounds und dann noch übers Meer.

Nach drei Stunden konnte man endlich Wellington erkennen, doch bis wir ankamen dauerte es nochmal eine halbe Stunde. Und dann mussten wir auf die Gepäckausgabe warten. Mit dem kostenlosen Shuttle-Bus ging es vom Interisland Ferry Terminal zum Bahnhof. Google Maps meinte, es dauerte nur 19 Minuten zu laufen um zum Hostel zu gelangen. Allerdings sind 19 Minuten eine echt lange Strecke mit so viel Gepäck. Backpacker sind wir halt immer noch nicht, auch wenn wir es gerne wären. Zum Studieren braucht man aber viel mehr Zeug, welches ich jetzt einfach nur mitschleppe. Wir kamen am Hostel an, dem TrekGlobal Backpackers. Liegt sehr zentral in Wellington und ist echt nett. Wir entschieden uns, das Cable Car zum Botanischen Garten zu nehmen. Eine sehr süße Bahnstrecke und oben angekommen hat man einen recht guten Blick über Wellington.

Der Botanische Garten ist auch ganz nett, doch ich wette, im Sommer ist es einfach viel schöner, wenn die ganzen Blumen blühen und auch der Rosengarten war bis auf vereinzelte Blüten leer. Am Nachmittag sind wir noch gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben in der berühmten Cuba Street (die Fußgängerzone Wellingtons) nach etwas Essbaren gesucht. In der Cuba Street findet man viele nette Läden und das erstaunliche dabei ist, es ist nicht touristisch! Es ist kein Souvenirladen am nächsten, nein es sind wirklich nur stink normale Einkaufsläden, wie man sie teilweise auch in Deutschland findet. Wir entschieden uns für Indisches Essen und gingen dann zurück ins Hostel.

Am nächsten morgen konnten wir mal wieder ausschlafen. Das erste, was wir an diesem Morgen machten war in das Te Papa zu gehen. Das neuseeländische Nationalmuseum. Es ist riesig!! Wir verbrachten gute 3 Stunden darin und hatten noch nicht alles gesehen. Es ist besonders, da es auch interaktiv ist, was bedeutet, man konnte verschiedene Sachen anfassen und auch für Kinder muss es sehr toll sein, denn sie konnten an fast jeder Ecke spielen.

Um die Mittagszeit waren wir dann endlich fertig mit dem Museum und nach dem Lunch sind wir in die Oriental Bay gelaufen um uns dort gemütlich hinzusetzen. Der Tag war sehr schnell vorbei uns am nächsten morgen ging es schon wieder weiter nach Taupo.

Bis dahin!

Aniisch

Der letzte Tag auf der Südinsel Neuseelands

16Juli2018

Diesen morgen konnten wir ausschlafen, denn wir warteten bis 10 Uhr, um von der Reisegesellschaft noch Bescheid zu bekommen, ob eine Wildlife-Tour im Gegenzug zu der Whalewatching Tour stattfinden würde. Doch wir entschieden uns an diesem Morgen gegen diese Tour, da wir so etwas Ähnliches schon in Dunedin gemacht haben. Stattdessen sind wir zum I-Site gelaufen, um uns über Bootsfahrten in die Malborough Sounds zu informieren. Es gab nicht ganz so viel Auswahl, denn es ist natürlich Winterzeit und da sind nun mal die wenigsten Touristen und Backpacker unterwegs. Doch wir fanden eine Cruise, die jeden Tag fuhr, da dieses Boot die Post für die Anwohner der Sounds darstellte, und auch Verpflegung zu Hotels dort lieferte. Der einzige Nachteil der Tour war, dass es normalerweise keine Wildlife-Tour ist, das heißt, man muss Glück haben um Delfine oder andere Meeresbewohner der Sounds zu sehen. Wir liefen noch ein wenig durch Picton, bis unsere Tour ging. Ein echt kleines Örtchen mit ein paar Souvenir-Läden und anderen Geschäften. Es ist immerhin die Anlegestelle der Fähren nach Wellington, was bedeutet, dass die meisten Backpacker und Touristen dort nur auf der Durchreise auf die Nordinsel sind oder Picton der Ausgangspunkt zur Südinsel ist. Das Boot stellte sich als ein mini Katamaran heraus, auf dem gerademal maximal 20 Leute draufgepasst haben. Mit uns waren nur ein paar Rentner, die auf die Halbinsel mitgenommen wurden, da man die Sanctuary nur über den Meeresweg erreichen konnte. Das DOC hat die Insel mit einem Zaun abgegrenzt, um Raubtiere wie Opossums oder Ratten von der Insel fernzuhalten. Nachdem die Senioren abgeliefert wurden (nach nur 5 Minuten) waren wir nur noch zu fünft auf dem Boot mit dem Skipper, der auch schon 20 Jahre alt war :D

Die andere zwei Passagiere waren Anwohner der Sounds. Wir fuhren gemütlich die einzelnen Buchten an, der Skipper verteilte die Post und erklärte uns nebenher ein bisschen die Gegend. Die Fahrt dauerte 3 Stunden und die Fahrt war recht unspektakulär. Es war zwar schön, aber dann doch nur eine Bootsfahrt. Dann geschah jedoch noch das Highlight von der Cruise, wir trafen auf eine Bottle-Nose Delfinherde. Diese Delfine sind die größten, die man in den Sounds zu Gesicht bekommt und zu unserem Vorteil auch die Verspielteste. Die Herde spielte und folgte unserem Boot gute 5 Minuten und gingen dann wieder ihrer Wege. Das war so ein tolles Erlebnis, da die Delfine so nahegekommen sind, dass man sie fast berühren konnte. Leider war der Moment viel zu schnell wieder vorbei uns wir sind wieder in Richtung Picton davongefahren. Da wir dann die Meeresbewohner gesehen hatten, hatte sich die Tour auf jeden Fall gelohnt.

Malborough Sounds Picton

Nachdem unsere Tour zu Ende war, stellten wir leider Fest, dass es dann doch nicht so viel in Picton zu tun gab, denn alles machte im neuseeländischen Style schon um 17 Uhr zu. Also machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel, um uns für die Module im neuen Semester anzumelden und ein wenig zu entspannen. Wir aßen an diesem Abend lecker Fish & Chips und ließen uns ein Bier schmecken. Der Tag ging sehr schnell vorbei und so verbrachten wir unseren letzten Abend auf der Südinsel im Hostel und gingen früh schlafen.

Wie es weiter geht erfahrt ihr bald hier :D

Aniisch

Goodbye Nelson, Hello Picton

15Juli2018

Am Sonntag standen wir wieder rechtzeitig auf, um noch einen Waffelteig zu bekommen. Während Rahel in den Gottesdienst ging, schrieb ich an meinem Blog in der Hostellobby. Nachdem sie zurückkam, entschieden wir uns noch ein wenig in Nelson umherzulaufen, bis unser Bus um 14 Uhr ging. Wie wir jedoch feststellen mussten, gab es in Nelson nicht ganz so viel zum Anschauen. Es gab überwiegend Cafés, Restaurants, Takeaways und Outdoor-Bekleidung. Und eine Bar an der anderen, aber Sonntagmorgens ist dies auch nicht das richtige Ziel :D

Da Sonntag war, hatten die wenigen normalen Läden schon gar nicht erst offen. Wir aßen Mittag in einem netten Café und gingen zurück zum Hostel um unser Gepäck zu holen und dann war unsere Zeit in Nelson auch schon zu Ende.  Eine recht schöne Stadt, aber hauptsächlich der Ausgangspunkt für den Abel Tasman National Park und alle Aktivitäten darin. Die Fahrt nach Picton dauerte ausnahmsweise mal nur 2 Stunden und wir hatten so einen lieben Busfahrer, der mir mindestens dreimal sagte, dass er meine Haare mag :D („I love your hair!!“) Dieser ließ uns quasi direkt vor dem Hostel raus, damit wir nur ein paar Meter laufen mussten.

Beim Einchecken wurde uns dann noch gesagt, dass wir auf Grund der großen Nachfrage ein „Upgrade“ bekommen haben. Von einem 6 Bett-Gemeinschaftsraum zu einem 4 Bett-Gemeinschaftsraum mit angrenzendem Badezimmer. Diese Nacht waren wir dann nur zu dritt und das war echt cool. Das einzig schlechte an diesem Hostel waren die Betten. So durchgelegene Matratzen hatte ich noch nie gesehen. Es waren bis jetzt die schlimmsten in ganz Neuseeland, mit Ausnahme vielleicht von Boreland. Die Küche war leider auch nicht die sauberste, aber das ging schon. Um 19 Uhr gab es kostenlos Suppe und um 20 Uhr Schokoladenpudding mit Schokoladeneis. Eine etwas merkwürdige Kombination, die mir persönlich auch zu süß war, aber es war ja kostenlos :D

Leider wurde uns auch an diesem Abend mitgeteilt, dass unsere im Voraus gebuchte Whale-Watching Tour nicht stattfinden wird, die wir für den nächsten Tag gebucht hatten, da zu wenig Teilnehmer sich angemeldet hatten. Wir überlegten uns an diesem Abend also, was wir noch anderes machen wollten.

Bis morgen,

Aniisch

Drei Tage im nirgendwo, oder auch: drei Tage im Paradies - Teil 2 Zurück in der Zivilisation

14Juli2018

Hallo,

Die letzte Strecke war die längste, mit 12,5 km von der Anchorage Bay nach Marahau. Doch wie wir bald feststellten, ging es nur einmal sehr steil den Berg nach oben und von da an liefen wir auf der Ebene weiter. Es war schon fast ein bisschen langweilig im Vergleich zu den anderen beiden Wanderungen, denn man bekam nicht viele Ausblicke und man kam auch nicht direkt an einer Bucht vorbei. Das Wetter wollte an diesem Tag nicht ganz so mitspielen, es war bewölkt und zwischendurch tröpfelte es sogar.

 

Wir machten an der Apple Tree Bay Mittag und aßen unsere verbleibenden Rationen.

Apple Tree Bay

Wir freuten uns schon auf einen Kaffee in dem Park Café am Ende des Tracks. Doch also wir erschöpft ankamen, stellten wir fest, dass dieses Café über die Wintermonate geschlossen hat und erst wieder im September aufmachen wird. Das war sehr ärgerlich, denn nun mussten wir gute zwei Stunden noch auf den Bus warten und es gab nichts zu tun, als rumzusitzen. Irgendwie verging die Zeit und wir wurden dann vom Bus abgeholt und sind wieder zurück nach Nelson gefahren. Wir haben wieder im Bridge Backpackers eingecheckt und festgestellt, dass unsere Zimmermitbewohner um 18 Uhr noch verkatert in ihren Betten lagen. Wir nahmen eine erholsame Dusche (entweder war das Wasser brühend heiß oder dann ganz kalt) und sind dann sofort los zum Burger essen. Das Burger Culture in Nelson ist absolut empfehlenswert. Dort gibt es ganz kreative Burgerbrötchen. Meins war zum Beispiel schwarz. Es tat so unglaublich gut, wieder etwas Warmes und so gutes zu essen. Wir packten an diesem Abend noch unsere Sachen wieder um und schliefen recht schnell auf den echt bequemen Betten ein.

Ein absolutes Abenteuer ging zu Ende. Der Abel Tasman National Park ist wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert! Im Sommer bieten auch viele Anbieter einen Kanu-Ausflug an und man kann sicherlich in den wunderschönen und einsamen Buchten baden. Doch im Winter zeichnet sich der Track mit seiner sehr geringen Besucherzahl aus und die Preise der Huts ist auch günstiger. Was uns auch aufgefallen ist, ist dass die Zeitangaben von den DOC-Schildern nicht unbedingt immer stimmen. Manchmal passt es perfekt und manchmal passt es überhaupt nicht. Man kann sich jedoch grob daran orientieren :D

Bis dann

Aniisch

Drei Tage im nirgendwo, oder auch: drei Tage im Paradies - Teil 1

13Juli2018

Hallöchen liebe Leser,

wir sind nun zurück in der Zivilisation, zurück in der Stadt. Am Donnerstagmorgen ist unser Abenteuer gestartet. Mit dem Minivan ging es erst einmal knapp 2 Stunden von Nelson nach Kaiteriteri. Von dort aus nahmen wir uns ein Wassertaxi nach Awaroa, der dritten Etappe des eigentlich fünftägigen Great Walks an der Küste des Abel Tasman National Parks. Wir hatten Glück mit dem Wetter auf der Bootsfahrt und auch zu Beginn der Strecke.

Split Apple Rock Awaroa

Wir kamen um 11 Uhr an der Awaroa Bay an und hatten nun eine 8,5 km lange Wanderung vor uns, um zur ersten DOC (Department of Concervation) Hütte in der Bark Bay, zu kommen. Gleich zu Beginn ging es steil bergauf und auch den Rest des Weges ging bergauf und dann bergab, nur um nach ein paar Metern wieder bergauf zu laufen. Doch der Weg hat sich absolut gelohnt, da man einen umwerfenden Blick bekam, wenn man nach oben gelaufen ist und eine einsame Bucht, wenn es bergab ging. Wir hielten immer wieder an, um die Blicke zu genießen und Bilder zu machen.

Knapp 3 ½ Stunden, nachdem wir aufgebrochen waren kamen wir am Ziel an, der Bark Bay Hut. Leider hatte es am Ende die letzten paar Minuten ein wenig geregnet.

Hängebrücke an der Bark Bay Wasserfall an der Bark Bay

Die Hütte war wirklich sehr schön und es hab sogar ein WC mit Spülung und fließendes Trinkwasser. Die Hütte bestand aus zwei Schlafräumen und einem Aufenthaltsraum mit angrenzender Küche. Wir stellten überrascht fest, dass wir nicht die einzigen waren, die den Track im Winter machten. Mit uns waren wir 16 Leute. Mit dieser Anzahl an Leuten war es gemütlich in der Hütte, doch diese ist für 34 Personen ausgelegt und da kann ich mir vorstellen, dass es dann nicht mehr ganz so gemütlich ist. Den Abend verbrachten wir in der Hütte, da es immer wieder regnete und es auch recht frisch war. Da es nicht viel zu tun gab und wir fertig vom Laufen waren, ging es schon um kurz nach neun schlafen. Die Nacht war überraschenderweise nicht zu kalt, was vermutlich an dem tollen Daunenschlafsack lag, den ich ausgeliehen hab.

Nach ca 10 Stunden Schlaf, gab es Frühstück und dann ging es auch schon los zur nächsten Etappe, die Anchorage Hut. Dieser Weg dauerte bei Ebbe 3 Stunden und bei Flut 4 Stunden oder auch 8,4 km oder 11,6 km. Die Stecke war nicht ganz so anstrengend und das Wetter war einfach nur genial. Strahlendblauer Himmel und warme Temperaturen, solange man sich in der Sonne aufhielt. Im Schatten merkte man, dass es doch Winter ist. Es wurden natürlich auch hier wieder sehr viele Bilder gemacht.

Bark Bay Ein Weka

Nach 2 ½ Stunden kamen wir schon zur Bucht, wo man sich zwischen Ebbe (Low-tide walk) und Flut (high-tide walk) entscheiden musste. Da es unsere einzige Möglichkeit war, direkt am Strand entlangzulaufen, wo ein paar Stunden vorher noch alles Wasser war, entschieden wir uns, am Strand noch eine Stunde zu warten, bis sich das Wasser weit genug zurückgezogen hatte. Wir sammelten fleißig Muscheln ein, während wir beobachteten, wie sich das Wasser recht schnell zurückzog. Als uns zu kalt im Schatten wurde, entschieden wir uns einfach mal loszulaufen. Doch schnell stellten wir fest, dass es einige kleine Bäche durch den Strand gab, die auch nicht durch die Ebbe verschwinden. Also gab es nur eine Möglichkeit: mitten durch den Bach. Meine Wanderschuhe, die schon viel mitmachen mussten, ließen das Wasser leider durchgehen, sodass ich mit nassen Füßen den restlichen Weg gelaufen bin. Diese Stelle ist bestimmt im Sommer ganz angenehm, doch im Winter ist das Wasser wirklich sehr kalt. Es hatte sich jedoch gelohnt, es war ein sehr cooles Gefühl über einen Strand zu laufen und zu wissen, dass in ein paar Stunden wieder alles unter Wasser stehen würde. Die Anchorage Bay war über den Low-tide walk wirklich nicht weit. Wir kamen an dem Strand an und liefen barfuß voll zur Hütte. Dort angekommen, konnte ich meine nassen Socken in der Sonne trocknen. Wir wollten an diesem Tag noch zum Pitt’s Head laufen, ein Aussichtspunk an der Anchorage Bay. Da wir „nur“ 8 km gelaufen waren, sind wir noch den Loop gelaufen, was ca. eine Stunde gebraucht hat. Danach hat man seine Füße dann doch schon gespürt. Die Anchorage Hut war auch sehr schön und die Ausstattung war echt cool, man konnte sogar sein Handy laden :D Hier waren die Bunk-Beds (Hochbetten) aufgeteilt in kleine Einzelräume mit jeweils 8 Schlafplätzen. Auch diese Hütte war nicht ausgebucht, deshalb waren wir zu viert in einem Zimmer. Geschlafen haben wir an dem Abend auch schon recht früh und am nächsten Morgen stand die letzte Etappe auf dem Plan, von der Anchorage Bay nach Marahau.

Bis dann

Eure Aniisch

Vorbereitung auf ein Abenteuer

11Juli2018

Der nächste Tag startete entspannt und in diesem Hostel gab es sogar kostenloses Frühstück, bestehend aus Toast, Müsli und Waffelteig!

Was für ein Luxus :D wir waren allerdings schon ein wenig spät dran, da das Frühstück nur von 8-9 Uhr in der Küche aufgebaut ist. Wir bekamen gerade so die letzten zwei Waffelteigschälchen. Während dem Frühstück schrieben wir ein Wanderausrüstungs-Unternehmen an, ob wir ganz kurzfristig noch ein paar Sachen für die bevorstehende Wanderung ausleihen könnten, denn wir hatten keine Lust, unseren großen Rucksack und unsere Baumwollschlafsäcke, die eigentlich nur als Schlafsackschutz benutzt werden, zu benutzen. Außerdem benötigten wir noch so Sachen wie einen Gaskocher und einen Topf. Zum Glück ist die Nachfrage nach Wanderausrüstung im Winter nicht ganz so gefragt und der Anbieter hat es sogar noch am gleichen Abend vorbeigebracht. Wenn ihr mal in Nelson seid und Wandern gehen wollt, aber die Ausrüstung nicht habt bzw. kaufen müsstet, fragt mal bei „packgerargo“ nach, es ist recht günstig und der nette Mann kam sogar am Sonntagmorgen wieder, um die Sachen wieder abzuholen. Allerdings ist es im Sommer wahrscheinlich schon im Voraus gebucht und nicht so kurzfristig verfügbar.

Nachdem dies organisiert war, sind wir erstmal in das I-Site gelaufen und haben uns noch eine Karte des Abel Tasman National Park geholt, denn dort sollte es am nächsten Tag hingehen. Wir entschieden uns dann, den Founders Park zu besuchen. Dies ist ein Park in dem man alte Gebäude, die ursprünglich in Nelson und Umgebung standen, bestaunen kann. Diese wurden überwiegend originalgetreu nachgebaut. Wir wissen nicht genau, ob es an der Winterzeit lag, doch leider hatten einige der Gebäude geschlossen, obwohl man diese eigentlich betreten kann.

Wir tranken noch einen Kaffee und sind dann wieder nach Nelson, um etwas zum Essen zu finden. Wir kauften uns ein sehr leckeres belegtes Brötchen, welches wir am Fuße der Christ Church aßen. Wir schlenderten noch durch eine historische alte Straße und gingen dann Verpflegung für die nächsten drei Tage kaufen. Was aus Nüssen, Trockenfrüchten, Instantnudeln, Porridge und einer Packung getrockneter, leichter Pasta, das extra fürs Camping und Wandern hergestellt wird. Nachdem unsere ausgeliehenen Rucksäcke und Schlafsäcke da waren mussten wir umpacken und dann unser Gepäck zur Rezeption zur Aufbewahrung geben. An dem Abend gingen wir früh schlafen, denn wir mussten am nächsten Tag früh aufstehen und Fit sollten wir ja auch sein.

Ich melde mich dann wieder, wenn wir wieder in der Zivilisation sind. Also zurück in Nelson.

Bis dahin

Aniisch

Ein eigenes Stück Neuseeland und auf nach Nelson

10Juli2018

Auch der dritte Tag unserer Reise fing früh an, denn wir mussten zum Jade-Carving, um es noch früh genug fertigzubekommen und auf unseren Bus nach Nelson gehen konnten. Wir holten uns auf dem Weg noch einen Cheese Scone beim „Ramble and Ritual“. Sehr empfehlenswert! War super lecker! Auf dem Weg zum Jade-Carving fiel dann Rahel auf, dass ihr Handy fehlte und wir sind dann nochmal den ganzen Weg zurück zum Café und zum Hostel um es wieder zu finden. Wir fanden es zum Glück auch im Hostel wieder. Seitdem fragen wir uns immer gegenseitig, ob wir auch alles haben. :D

Der Mann, der das Jade-Carving machte, war supernett und da wir nur wenig Zeit hatten, hat er uns das Wahrzeichen Neuseelands empfohlen, den Silver Fern. Das raussuchen des richtigen Steins war eine sehr schwere Aufgabe, denn es gab so viel Auswahl und jedes Stück hatte etwas Besonderes. Als wir beide unseren ausgewählten Stein hatten, haben wir ihn zurechtgeschliffen und verziert und poliert. Das Endergebnis ist wunderschön und selbstgemacht. Das perfekte Erinnerungsstück an Neuseeland.

Der Preis für den ganzen Spaß war nicht wirklich günstig, doch günstiger, als bei so manch anderen Anbietern. Bei Bonz `N` Stonz zahlt man sehr viel mehr und bei dem netten Ehepaar in Hokitika in der Werkstatt hinter dem Haus war es sehr gemütlich und die beiden sind wirklich süß. Solltet ihr Interesse an einem Jade-Carving Kurs haben, schaut doch einfach mal bei Brett Phillips vorbei. Seine Werke kann man auch auf Ebay kaufen oder auf Facebook bestaunen. https://www.facebook.com/Bretts-Hand-Created-Greenstone-737054583024726/

Wir haben für unseren Farn ca. 2 Stunden gebraucht und dann sind wir zum Strand gelaufen, um immerhin ein Bild von dem berühmten Hokitia-Schild zu machen. Die Schriftzeichen wurden vom vielen Treibholz gebaut, welches immer an den Strand gespült wurde.

Wir holten unser Gepäck im Hostel ab und gingen zu der Bushaltestelle. Und dann hieß es schon: tschüss Hokitika und Nelson wir kommen. Leider war mal wieder etwas nicht damit einverstanden, dass wir ganz normal nach Nelson kommen konnten. Es war nämlich eine Straße gesperrt worden, was es unmöglich machte, nach Punakaiki zu kommen. Das bedeutete leider auch, dass wir die Pancake-Rocks nicht zu Gesicht bekamen. Wir sind jedenfalls trotzdem nach Nelson gekommen. 6 Stunden später und der Busfahrer war nicht gerade zimperlich mit dem Tempolimit kamen wir in Nelson an und unser Hostel war zum Glück nur 2 Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt. Es war das Bridge Backpackers. Ein nettes Hostel mit echt bequemen Betten. Wir erfuhren, dass an diesem Abend der letzte Tag der Lichtershow im Queens Gardens ist. Wir nutzten diese Gelegenheit natürlich aus, nachdem wir uns einen Döner geholt hatten. Der Döner hier schmeckt eher nach einem leckeren Wrap. Die Lichtershow war echt richtig schön und erinnerte an Weihnachten. Wir liefen durch den Garten und gingen dann schlafen.

Das war ein anstrengender Tag, obwohl man nicht so viel getan hatte :D

Eure Aniisch

Tag 2: Enttäuschung in Hokitika und Vorfreude auf den nächsten Tag

09Juli2018

Wir sind in Greymouth vom TranzAlpin gleich umgestiegen in den nächsten Intercity, um nach Hokitika zu kommen. Eine kleine Stadt an der Westküste, wo vor allem die Jade Produktion gefördert wird. Das Pounamu, wie die Maori es nennen, oder auch Greenstone wird in den Flüssen und am Strand Hokitikas gefunden und dann in wunderschönen Schmuck oder Deko geschnitzt. Wir wollten genau dies auch tun. Wir buchten über BookMe (eine Seite, die immer Rabatte für viele unterschiedliche Touren bietet) einen Jade-Schnitzkurs für echt kleines Geld. Das einzige Problem war, dass es außerhalb von Hokitika stattfand und wir ohne Auto ein Taxi bestellen mussten. Die einfache Fahrt kostete uns schlappe $30. Dort angekommen sind wir rein und haben keinen Menschen gefunden. Das komplette Gelände war ausgestorben, bis auf eine ältere Frau, die putzte und eine deutsche Wooferin (Menschen, die für Unterkunft und Essen arbeiten). Wir wurden von der Wooferin informiert, dass normalerweise immer ein Schnitzer da sein sollte, wenn Buchungen über BookMe gemacht werden. Sie war etwas ratlos, was sie nun sagen und machen sollte und schickte uns in die Stadt um dort in einem Laden nachzufragen, ob man dort den Kurs machen durfte. Also mussten wir wohl oder übel wieder mit dem Taxi nach Hokitika und wieder waren $30 weg für nichts und wieder nichts. Während wir auf das Taxi warteten, fing es auch noch an zu hageln und schon bald war alles weiß. Die supernette Taxifahrerin fuhr uns kostenlos noch zum See, damit wir nicht umsonst dort rausgefahren sind. Wir checkten in Hokitika ins Hostel ein, das Mountain Jade Backpackers. Wir hatten es über Hostelworld gebucht und es war geradezu ausgestorben. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass es am nächsten Tag ausgebucht werden sollte, denn das wurde uns beim buchen vor ein paar Monaten angezeigt. Doch nun waren noch etliche Betten frei. Wir mussten damals beim buchen umplanen und haben uns ein bisschen gestresst, nur um dann zu erfahren, dass wir gar nicht so ein Stress hätten machen müssen. Aber nun war es schon so.

Wir sind zu dem Laden gelaufen, wo uns dann wiederum gesagt wurde, dass sie rein gar nichts damit zu tun haben. Jedenfalls hat die nette Frau im Laden versucht uns irgendwie zu helfen und nach einer langen Warterei und vielem rumtelefonieren hätte es tatsächlich noch geklappt mit dem Carving, jedoch hatten wir keine Lust schon wieder $60 auszugeben um dort hinzukommen. Also sagten wir es ab und forderten von BookMe das Geld zurück, da die Veranstalterin BookMe extra noch geschrieben hatte und gesagt hatte, dass sie die Kurse nur noch Mittwochs, Samstags und Sonntags anbieten würden. Jedenfalls wurde an diesem Tag nichts mehr aus dem Jade Carving. Und wir hatten dafür den ganzen Nachmittag verschwendet und $60 zum Fenster rausgeschmissen. Da in Neuseeland schon alles um 17 Uhr zumacht, konnten wir uns nichts mehr anschauen und das Wetter lud auch nicht ein, ans Meer zu laufen. Wir liefen allerdings noch zu einem Ehepaar, welches Jade-Carving in ihrer Werkstatt hinter dem Haus anbietet. Wir konnten uns einen Termin für den nächsten Morgen geben lassen und zufrieden schauten wir uns an diesem Abend noch die Glühwürmchen an, die es ca eine viertel Stunde außerhalb von Hokitika zu bestaunen gab. Und das Ganze ist kostenlos!

Wer in Hokitika ist und Zeit hat sollte sich auf jeden Fall das Glow-Worm Dell anschauen.

Mountain Jade Backpackers

Der Tag ging schnell zu Ende und wir schliefen erschöpft ein.

Bis morgen

Aniisch

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